Eintrag 89

16.2.2021

Ich mache gerne Vergleiche, diesen wollte ich schon länger mal machen. Mit einem gleich hergestellten Teig eine Pizza im normalen 250 Grad Elektrobackofen und eine im Pizzabackofen Effeuno P134H backen. Zum Teig: 63% Hydration sowie eine Teigführung von 68 Stunden.

Hier ist nun das Resultat: oben die Pizza im normalen Backofen. Ich liess den Backofen 1 Stunde bei Ober- und Unterhitze an, das Backblech drehte ich um und tat es so weit wie möglich nach oben (aber doch nur so weit, dass die Pizza auch Platz auf dem Blech hatte). Kurz vor dem Backen habe ich noch die Grillfunktion zugeschalten, so war die Temperatur bei ungefähr 280 Grad. Auf die Pizza kam zuerst nur die Tomatensauce, dann schob ich die Pizza in den Backofen. Nach einigen Minuten nahm ich die Pizza aus dem Ofen und belegte sie mit Basilikum und Mozzarella. Sie kam dann nochmals für knapp 2 Minuten in den Backofen.

Auf dem unteren Bild die Pizza aus dem Effeuno P134H, diesmal bei über 500 Grad gebacken. Mein Laserthermometer zeigte 530 Grad an, da reduzierte ich kurz die Temperatur, bevor ich wieder auf "volle Pulle" stellte. Es waren sicherlich immer noch knapp über 500 Grad. Die Pizza drehte ich nach 35 Sekunden und nach 55 Sekunden musste ich sie ziemlich dunkel aus dem Ofen nehmen. Der Ofen war definitiv etwas zu heiss.

Geschmeckt haben übrigens beide Pizzen, dies hat v.a. mit den hochwertigen Zutaten zu tun. Die Pizza aus dem normalen Backofen war erstaunlich gut, der Rand natürlich nicht fluffig, aber dafür mal wieder schön knusprig. Dennoch war die Pizza aus dem Effeuno natürlich besser, das ist klar. Aber durch die heisse Temperatur war der Teig nur sehr knapp durchgebacken. Ich vermute, dem Teig hätte es gut getan, noch 5 bis 10 Sekunden länger im Ofen zu bleiben, aber dann wäre die Pizza total verkohlt gewesen.

Für alle, welche "nur" einen normalen Backofen haben: verwendet den besten Mozzarella, die beste Tomatensauce und das hochwertigste Öl, nehmt dazu den edelsten Hartkäse und vielleicht noch selber gezüchtetes Basilikum. Spart auch nicht beim Mehl, stellt den Teig mit viel Liebe und Leidenschaft sowie genügend Zeit her. Das Resultat: eine sehr feine Pizza!